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Gott

"Ein menschliches Wesen ist Teil des Ganzen, genannt 'Universum', begrenzt in Raum und Zeit. Es erfährt sich selbst, seine Gedanken und Gefühle als etwas, das von dem Rest getrennt ist - eine Art von optischer Täuschung seines Bewusstseins. Diese Täuschung ist eine Art von Gefängnis für uns, das uns auf unsere persönlichen Wünsche und Einwirkungen einiger weniger Personen in unserer näheren Umgebung beschränkt. Unsere Aufgabe muss es sein, uns aus diesem Gefängnis zu befreien durch Ausdehnung unseres Mitleids auf alle lebenden Kreaturen und der ganzen Natur in ihrer Schönheit." (Albert Einstein)

Auch wenn Albert Einstein den Lebenssinn des Menschen wunderbar definiert, bin ich nicht der Ansicht, dass das Leben ein "Gefängnis" ist. Für mich ist es mehr eine Übungseinheit, eine Lernplattform und die Möglichkeit, viel Schönes zu erfahren. Es entspricht auch nicht meiner Philosophie oder meinem Glauben "Mitleid" anzustreben - stattdessen möchte ich Mitgefühl und Liebe setzen.

Ein jeder Mensch sollte für sich selbst entscheiden, ob er an Gott glauben möchte oder nicht. Und weiter sollte ein jeder selbst darüber bestimmen, an welchen Gott er glaubt - entsprechend seiner Glaubensrichtung (Konfession) oder an einen Gott, der keiner Konfession entspricht.

Heutzutage ist es oft schwer von und über Gott zu sprechen, da der Begriff durch verschiedene geschichtliche Ereignisse und vor allem der katholischen Kirche einen negativen Beigeschmack hat.

Dennoch glauben viele Menschen an eine Art von Gott. Betonen aber dabei, dass es sich nicht um den Gott der Kirche handelt, sondern um eine undefinierte Energie, die irgendwie alles erstehen ließ und irgendwie allmächtig ist.

Mir ging es wie Vielen. Wenn ich die Begriffe "Gott" oder "Liebe" nur hörte, stellten sich mir die Haare auf und ich wurde eher aggressiv als milde gestimmt. Doch - Gott sei Dank - durfte auch ich mich entwickeln und eine andere Sicht der Dinge erfahren. Als ich realisierte, das die Bezeichnung "Gott" nicht gleich zu setzen ist mit den Buchstaben G-O-T-T aus der Begriffssammlung der katholischen Kirche, wandelte sich meine Einstellung und ich konnte um vieles freier Gott - für mich und in mir - finden und definieren:

Für mich ist Gott der Urgrund, der Urgeist, der usprüngliche Schöpfergeist, das Zentrum des Universums, die Quelle allen Seins, die Quelle der Schöpfung, die höchste Schwingung, die höchste Macht und vor allem das geistige Wesen, dass die innigste und bedingungslose Liebe hervor bringt. Doch ist nicht die Liebe Gott, sondern Gott liebend; oder anders ausgedrückt: Die Liebe ist göttlich.

Gott ist die pure Schöpfung und die stärkste Schöpfungskraft des Universums, wie auch die stärkste Schöpfungskraft in uns. Gott ist höchste Kreativität, die immer wirkt, immer schafft und unendlich besteht. Gott drückt sich durch seine Schöpfungsakte aus und ist in schöpferischen Akten erfahrbar.

Von Gott gehen alle Kräfte des Seins aus, die Leben sind. Zugleich wird dadurch das gesamte Universum belebt. Da jede Lebensform (Energie) von Gott ausgeht, ist zugleich jede Lebensform (Energie) göttlichen Ursprungs und somit auch alles. Alles, was ist, ist Gott und es gibt nichts, das nicht Gott ist. Gott ist Leben und findet sich in allem wieder. Und da sich Gott überall wieder findet, ist er auch in uns und damit ist alles, was wir schaffen, lebendig - somit auch unsere Gedanken und Gefühle.

Da Gott die pure und bedingungslose Liebe ausspült, ist Gott auch kein strafender oder rächender Gott, wie es gerne im Alten Testament dargestellt wird.

Göttliches Licht und göttliche Liebe transformieren alle Energien, die niedriger schwingen.

Gott ist Geist, er/sie ist zielgerichteter Wille und sowohl männlich als auch weiblich, da Gott nicht-polar ist, sondern EINS. Da Gott überall ist und Gott selbst EINS ist, und wir Gott in uns tragen, sind wir auch EINS mit Gott. Die Trennung von Gott ist eine Illusion, die es bewusst wieder aufzuheben gilt. Damit ist Gott auch für den Verstand unfassbar, nur mit dem Herzen zu erkennen, zu erfahren und zu sehen. Dennoch ist es unmöglich, Gott in seiner vollen Größe zu erfahren, da wir in unserem begrenzten und auch endlichen Sein die Unendlichkeit nicht erfassen können, selbst im eigenen Geiste nicht, der aus der Unendlichkeit stammt. Das Ziel ist es somit nicht, Gott umfassend zu erleben, sondern dem göttlichen so nahe wie möglich zu sein.

Gott hat uns mit einem freien Willen ausgestattet, damit kann er/sie nicht unser Befehlshaber sein. Wir sind auch nie alleine, da Gott immer in uns ist. Deswegen können wir uns jederzeit an ihn/sie wenden.

Da Gott alle Aspekte in sich vereint, ist Gott männlich und weiblich zugleich. Dem männlichn Aspekt schreibt man das Licht, dem weiblichen Aspekt die Liebe zu. Somit sind auch Licht und Liebe nicht-polar, da Gott selbst nicht-polar ist. Damit sind Licht und Liebe untrennbar.

Nachtrag zum Begriff "bedingungslose Liebe":

Wir alle lieben, meist einen oder mehrere Menschen, Tiere und Pflanzen. Manche lieben sogar sich selbst. Doch die menschliche Liebe stellt Forderungen, ist oft kontrollierend, schafft Abhängigkeiten, quält sich mit Verlustängsten und noch vieles mehr. Auch lieben viele in erster Linie dann, wenn das geliebte Gegenüber sich nicht krass gegen die eigenen Erwartungen verhält. Viele meinen, dass sie alles für den anderen tun / getan haben und dennoch nicht verstehen können, dass sie trotz ihres selbstlosen Verhaltens schlecht behandelt werden / wurden. Diese Liebe ist ebenso egolastig wie viele andere Varianten auch, denn auch hier wird eine Gegenleistung - nämlich die Liebe des anderen - als Belohnung angestrebt.

Bedingungslose Liebe stellt keine Forderungen und erwartet sich nichts. Sie kennt nicht die kleinste Form von Angst, sie hält nicht fest, sie nimmt bedingungslos an und lässt zugleich bedingungslos los. Diese Liebe ist nicht auf eine oder mehrere Personen beschränkt, sondern sie betrifft alles was ist. Auch ist sie kein Gefühl, sondern ein Zustand. Sie ist rein und ungeteilt, teilt und wertet nicht. Diese Form von Liebe ist mit dem Verstand nicht fassbar, da der Verstand begrenzt ist und bedingungslose Liebe unbegrenzt.

Doch bedingungslos zu lieben heißt nicht, auf das eigene Wohl oder auf die eigenen Grenzen zu verzichten. Genauso wenig bedeutet es 'nicht für sich zu sorgen'.

Jetzt ist es sehr schwer sich ständig in der Liebe zu befinden. Doch man kann (mehr) auf seine Gedanken, Worte, Taten und Gefühle achten. Sehr wichtig ist das akzeptieren und annehmen von anderen Menschen, Lebewesen und Geschehnissen. Ein guter Beginn (und zugleich eine der schwersten Übungen) ist es z. B. jemand anders seine Eigenheiten sein zu lassen. Ihn nicht zu beurteilen oder zu bewerten, den anderen annehmen und akzeptieren wie er ist. Ist das Verhalten jedoch grenzüberschreitend, dann gilt es natürlich die Eigenen zu wahren - aber nicht im Streit, Zorn oder Groll, sondern sich (gegebenenfalls) im Guten zu trennen und auch für diese Lektion dankbar zu sein. Schließlich hat uns dieser Mensch und die daraus folgende Situation geholfen uns selbst besser kennen zu lernen.

Und wenn es Ihnen nicht möglich ist, sich von Anfang an in Gelassenheit zu üben, so seien Sie momentan wütend, zornig oder traurig. Die Frage ist, wie lange sie in dieser Energie verharren und was Sie mit ihr machen.

Nachtrag zum Begriff "Ego", "egozentrisch" und "egoistisch":

Ego (lat. das "Ich") bezeichnet den Selbst-Sinn, das "um sich wissen".

Jemand, der egozentrisch ist, stellt sich selbst immer in den Mittelpunkt und bezieht sämtliche Geschehnisse auf sich. Somit beurteilt er stets alles in Bezug auf seine eigene Person.

Hingegen ist jemand, der egoistisch ist, "ich-süchtig", das bedeutet, dass er nur sich selbst gelten lässt.

Beim Ego geht es also nicht darum, sich selbst als Nabel der Welt zu betrachten oder die eigene Meinung und das eigene Wohl stets in den Vordergrund zu rücken und danach zu leben. Vielmehr geht es "nur" darum, um sich selbst zu wissen. Und wer das beherzigt hält automatisch die Auswüchse des Egos in Grenzen. Ein übersteigertes Ego lässt auch keine Demut zu und ist hinderlich bei der Energie- und Lichtarbeit.